NPD

1. Mai nazifrei - Gemeinsam nach Neubrandenburg!

Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit Menschen für gleiche Rechte, eine gerechte Arbeitswelt und freies, selbstbestimmtes Leben auf die Straße gehen – ein Kampftag für die soziale und ökonomische Befreiung der Arbeiter_innenklasse.
An diesem Tag wollen NPD und Kameradschaften in Mecklenburg-Vorpommern nun wieder einmal den 1. Mai nationalistisch umdeuten und vereinnahmen.

Spendenaufruf „Nazifrei in den Mai!“

Bereits vor einigen Wochen ist öffentlich geworden, dass die NPD in diesem Jahr nicht nur am 8. Mai nach Demmin mobilisiert, sondern bereits am 1. Mai nach Neubrandenburg. Das gerade in diesem Jahr die rechtsextreme Szene versucht, lauthals auf sich aufmerksam zu machen, kommt nicht von ungefähr. Vor 70 Jahren wurde das NS-Regime militärisch geschlagen und die Gräueltaten des Faschismus der Welt offenbart. Dass der NPD und den zugehörigen Kameradschaften dieser Jahrestag ein Dorn im Auge ist, ist kein Geheimnis. Umso vehementer wird um die Umdeutung dieses Ereignisses gekämpft.

Hamburger AfD-Kandidat Dr. Flocken verunglimpft Gegendemonstranten auf "Mvgida"-Demo in Schwerin am 26.1.15

Wie stark sind die Verbindungen der AfD zu Pegida und Co.? Diese Frage beschäftigt politisch Aktive und Medien gleichermaßen. Während sich einzelne AfD-Mitglieder versuchen, sich von der Pegida-Bewegung zu distanzieren, vollziehen andere Mitglieder den Schulterschluss zu den etlichen Giden, deutschlandweit.

Verurteilte Brandstifter und NPD-Sympathisanten als "Mvgida"-Sprecher beim "Offenen Dialog" in Schwerin

Am Montag, den 2.2.2015 fand neben der inzwischen 5. "Mvgida"-Demonstration in Mecklenburg-Vorpommern auch ein "Offenes Forum" zwischen Gegner_innen und Beführworter_innen von Mvgida statt. In einem moderierten und strukturierten Rahmen wurde zwischen Menschen, die sich zu der einen oder der anderen Gruppe zählten, diskutiert. Nach bislang vorliegenden Informationen war die vermeintlichen "Islamisierung" nur ein Randthema.

Fazit „Mvgida Stralsund“ am 19.1.2015

Der „Pegida-Spaziergang“ am gestrigen Montag begann schon in der Vorbereitung holprig. Seit letztem Dienstag mobilisierte der regionale Ableger der „Pegida“-Gruppe  auf Facebook ihre Sympathisanten nach Stralsund. Innerhalb von wenigen Tagen bestätigten rund 250 Personen ihre Teilnahme. Während die Mobilisierung auf Hochtouren lief, stürzte über den Orga-Leuten die Verwaltungshölle herein. Grund dafür waren verschiedene Anmeldungen für Mahnwachen, Kundgebungen und Demos vom Bündnis „Stralsund Nazifrei“ an verschiedenen Orten.

Demo "Stralsund für alle!" am 19.1.2015 in Stralsund

Nach den wenig erfolgreichen "Mvgida"-Demos am 12.1.15 in Schwerin und Stralsund wird der regional "PEGIDA"-Ableger in Mecklenburg-Vorpommern bereits am kommenden Montag, den 19.1.2015, erneute nach Stralsund mobilisieren. Oder besser gesagt wollte. Was daraus wird, werden wir euch rechtzeitig bekannt geben. Denn derzeit schaffen sie es weder, aufgrund von anederen Anmeldung, ihre gewünschte Route oder eine Alternativ-Route zu organisieren, noch sind sie in der Lage, ihren Sympathisant_innen eine einigermaßen klare und unkompliziert Anreiseroute zu nennen.

Mvgida–Anmelder in Schwerin gehört zur NPD

Zuerst war es nur eine Vermutung, aber nach dem Aufmarsch und der anschließenden Berichterstattung ist eines klar: Der zuvor als Stefan Steiner bekannt gewordene Anmelder ist identisch mit Felix Steiner, einem Neonazis, der in Boizenburg aufgewachsen ist.

Pegida in MV - Kaum gestartet offenbaren sich bereits Risse und Spaltungstendenzen

Die zahlreichen Veranstaltungen gegen die Mvgida-Aufmärsche am Montag waren ein zahlenmäßiger Erfolg. Die parallelen Aktionen in drei Städten konnten jede für sich genommen mehr Menschen auf der Straße mobilisieren, als ein einzelner Protest gegen eine beliebige NPD-Demo in der letzten Zeit. Nach dem Start von Pegida in M-V stellt sich nun aber die Frage, wie es in den kommenden Wochen weiter gehen wird. Gleichzeitig ist klar, dass es für seriöse Prognosen noch viel zu früh ist. Dennoch soll hier im Folgenden der Versuch einer Einordnung unternommen werden.
 

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