Verurteilte Brandstifter und NPD-Sympathisanten als "Mvgida"-Sprecher beim "Offenen Dialog" in Schwerin

Am Montag, den 2.2.2015 fand neben der inzwischen 5. "Mvgida"-Demonstration in Mecklenburg-Vorpommern auch ein "Offenes Forum" zwischen Gegner_innen und Beführworter_innen von Mvgida statt. In einem moderierten und strukturierten Rahmen wurde zwischen Menschen, die sich zu der einen oder der anderen Gruppe zählten, diskutiert. Nach bislang vorliegenden Informationen war die vermeintlichen "Islamisierung" nur ein Randthema. Aber selbst auf diesem Gebiet war ein Austausch kaum möglich: Gerade Argumente des Vorsitzende des Islamischen Bundes in Schwerin, Mohamed Dib Khanji, wurden häufig mit einem Kopfschütteln kommentiert.
Erwähnenswert ist in jedem Fall:
Zwei Personen, die "für Mvgida" sprachen, waren alte Bekannte.
Jens-Holger Schneider, ehemaliges CDU-Mitglied, das wegen geleugneter, aber mehrfach nachgewiesenen NPD-Aktivitäten im hohen Bogen aus der Rostocker CDU flog und auch danach bei verschiedenen NPD-Aktionen in unterschiedlichsten Funktionen auffiel.
Ebenso Ronny Sanne: Dieser war nach eigenen Aussagen als Vertreter für Mvgida beim "Offenen Forum" dabei. Sanne blickt inzwischen auf eine mehr als 20-jährige Laufbahn im rechten Spektrum zurück. Der unrühmliche "Höhepunkt" seiner Aktivität war die Beteiligung an den Brandanschlägen 1992 auf die Zentrale Aufnahmestelle (ZASt) in Rostock-Lichtenhagen.
Auch nach seiner Verurteilung 2002 zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe (unter anderem wegen weiterer Verurteilungen) riss der Kontakt zur NPD nie ab.
Besuche bei der NPD-Fraktion im Schweriner Schloss inklusive.
Ob solche Brandstifter und Rechtsextreme Gesprächspartner bei einem "Offenen Forum" zu gesellschaftspolitischen Fragen sein können, wagen wir zu stark zu bezweifeln.