Zu den Ermittlungspannen zum Tode des Dresdner Refugees Khaled Idris Bahray - Kriminalbeamte schlagen zurück

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) erstattet Anzeige gegen Grünenpolitiker Volker Beck.
Im Zuge des polizeilichen Versagens bei der Feststellung der Todesursache des Dresdner Refugees Khaled Idris Bahray hatte Beck Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Strafvereitlung im Amt gestellt. Da fühlte sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter in der Ehre verletzt und warf Beck "Üble Nachrede, falsche Verdächtigung und Beleidigung" vor, erstattete Anzeige und bat die Staatsanwaltschaft um Prüfung der Vorwürfe.
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Zu einem beispiellosen Fiasko kann sich ein Tweet des BDK-Vorsitzenden, André Schulz, entwickeln: Über den offiziellen BDK-Twitter-Account schrieb er: "Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen @Volker_Beck nach Anzeige gegen Dresdner Polizei!"
Jede_r Polizeibeamt_in sollte es besser wissen. Erst recht der Vorsitzende des BDK. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sind erst nach Aufhebung der Immunität des zuständigen Parlaments möglich. Andernfalls sind sie ein Rechtsverstoß und illegal.
Mit dieser nachweislich falschen Behauptung zieht der BDK-Vorsitzende Schulz seinerseits den staatsanwaltschaftlichen Fokus auf sich.

Die Krönung der "polizeilichen Ermittlungskompetenzen" ist allerdings ein Schreiben eines Polizeibeamten aus der Oberlausitz an Beck.
In diesem Schreiben "glänzt" der Polizeibeamte mit grenzenlosen Vorurteilen und Stigmatas:
"In der Regel treten und schlagen rechtsradikale Straftäter jemanden zu Tode. Es ist relativ selten, dass sie jemand ,abstechen'. Dies ist atypisch und in der Regel eher typischer für Personen, die nicht dem mitteleuropäischen oder nordeuropäischen Kulturkreis angehören. In der Regel sind Südeuropäer und fremdländische Personen wie man so sagt ,schnell beim Messer'."
Die Abscheu, die die "Sächsischen Zustände" wieder einmal in uns auslösen, sind UNBESCHREIBBAR!