Kundgebung „Tag X – Solidarität mit der Kölner Keupstraße!“ am Dienstag, 20. Januar um 18 Uhr auf dem Doberaner Platz in Rostock

Kundgebung „Tag X – Solidarität mit der Kölner Keupstraße!“
Am 9. Juni 2004 explodierte eine Nagelbombe in der Kölner Keupstraße, einer belebten Geschäftsstraße der türkischen Community. 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, Geschäfte, Wohnungen und Autos verwüstet oder zerstört. Der Angriff war Teil der neonazistischen Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU). Er galt der Keupstraße, weil sie wie kaum ein anderer Ort ein Symbol einer funktionierenden und florierenden migrantischen Community in Deutschland ist – etwas, das Neonazis und Rassisten nicht ertragen können. Ein rassistisches Motiv aber wollten Polizei und Behörden nicht sehen. Sie ermittelten im Kreise der Anwohner_innen und Betroffenen und traumatisierten sie so zusätzlich.
Seit dem 12. Januar wird im NSU-Prozess in München der Keupstraßen-Anschlag verhandelt und am 20. Januar sagt der erste Betroffene als Zeuge aus.
Die Betroffenen-Initiative „Keupstraße ist überall!“ ruft für diesen Tag deutschlandweit zu dezentralen Aktionen und einer großen Demonstration in München auf.
Die Rostocker „Initiative Mord verjährt nicht!“, die sich mit der Erinnerung an den in Rostock vom NSU ermordeten Mehmet Turgut befasst, organisieren deshalb am *Dienstag, den 20. Januar um 18 Uhr eine Solidaritätskundgebung auf dem Doberaner Platz. Mit einem kurzen Film, einer Soundcollage und Redebeiträgen wollen wir zeigen, dass die Betroffenen in Köln nicht
alleine sind. Unsere Solidarität gilt ihnen und allen anderen Opfern des NSU, ihren Angehörigen und allen Betroffenen rechter Gewalt.
Weitere Infos zur Initiative "Keupstraße ist überall"