Rückblick: "Rostock für alle!" am 5.1.15

Unter diesem Motto fanden am 5.1.15 mehrere Veranstaltungen und Kundgebungen in Rostock gegen die zum 12.1.15 angemeldete Demonstration vom lokalen Pegida-Ableger statt.

Bereits um 16 Uhr fanden sich am Doberaner Platz mit Unterstützung von den Linken über 450 Teilnehmer_innen ein.
Nach einer Auftaktkundgebung mit zwei Redebeiträgen von Hikmat Al-Sabty, Landtagsabgeordneter der LINKEN, und Tilman Jeremias, Pastor der Innenstadtgemeinde, zog die Demonstration bis zum Kröpeliner Tor, wo eine weitere Kundgebung stattfand.

Im Lauf des Abends versammelten sich nach Polizeiangaben 800 Kundgebungsteilnehmer_innen, mit Transparenten, Schildern und Fahnen, um deutlich zu sagen, was sie von Pegida und Co. halten: In Rostock ist kein Platz für Ausgrenzung und Ressentiments gegen Teile der Bevölkerung. Rostock für alle!
Mit einer so überwältigenden Beteiligung hatte wohl niemand gerechnet.

Nach weitere Redebeiträgen durch Imam-Jonas Dogesch, Vertreter es Mirgantenrats Rostock, Julian Barlen, Landtagsabgeordneter der SPD, Anette Niemeyer, Vertreterin des Bündnis "Rostock nazifrei" und Johann-Georg Jaeger, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, die von den anwesenden Menschen positiv aufgenommen und lautstark durch Applaus begrüßt wurden, folgten viele Teilnehmer dem Aufruf und Angebot, sich im Kröpeliner Tor an der Fotoaktion "Nicht in meinem Namen!" zu beteiligen.

Während sich bereits die ersten Menschen mit Schildern und Sprüchen für eine weltoffene Zivilgesellschaft fotografieren ließen, war der Andrang so groß, dass sich bereits ein lange Schlange bildet. Im Laufe des Abend konnten wir über 500 Flyer mit Infos für den 12.1.15 verteilen. Auch einige hundert "Refugees welcome"-Buttons wechselten gegen ein selbstbestimmte Spende an die Jacken, Rücksäcke und in die Hände der Kundgebungsteilnehmer_innen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den vielen Unterstützer_innen, Organisatorinnen und Teilnehmenden bedanken, für das wirklich tolle Signal, was wir von Rostock aussenden konnten, für die gezeigte Zivilcourage, die Straßen nicht schweigend den Feinden einer weltoffenen, demokratischen und l(i)ebenswerten Stadt zu überlassen! <3

Rostock für alle